Diese Vitamine fehlen oft bei BARF und wie du sie ausgleichst
December 02, 2025
Die Rohfütterung gilt als eine der natürlichsten Formen der Hundeernährung und wird häufig mit dem Anspruch verbunden, besonders gesund und unverfälscht zu sein. Doch gerade bei selbst zusammengestellten BARF-Rationen zeigt sich immer wieder, dass essenzielle Vitamine nicht in ausreichender Menge enthalten sind. Ungleichgewichte entstehen oft unbemerkt und können langfristig erhebliche Auswirkungen auf Stoffwechsel, Immunsystem, Knochenbau und Zellschutz haben. Eine wissenschaftlich fundierte Betrachtung der Vitaminversorgung ist daher entscheidend, um die Vorteile der Rohfütterung voll auszuschöpfen und gleichzeitig gesundheitliche Risiken zu vermeiden.
BARF & Vitamine: Warum Rohfütterung ohne Nährstoffausgleich schnell unausgewogen wird
Die Rohfütterung von Hunden – bekannt als BARF – basiert auf unverarbeiteten tierischen Bestandteilen und orientiert sich an der natürlichen Ernährungsweise des Wolfes. Doch trotz ihrer Vorteile zeigt die ernährungswissenschaftliche Betrachtung, dass selbst zusammengestellte BARF-Rationen häufig nicht alle essenziellen Mikronährstoffe in ausreichender Menge liefern. Insbesondere Vitamine können aufgrund ihrer Empfindlichkeit gegenüber Licht, Sauerstoff und Temperatur schnell verloren gehen oder sind in rohen Bestandteilen nicht in bedarfsgerechter Konzentration enthalten.
Ein unausgewogener Vitaminhaushalt kann langfristig die Stoffwechselprozesse, das Immunsystem und die Zellregeneration beeinträchtigen. Deshalb ist es wichtig zu verstehen, welche Vitamine beim BARF besonders kritisch sind – und wie eine ausgewogene Versorgung sichergestellt wird. Ziel ist es, die Vorteile der Rohfütterung mit einer wissenschaftlich fundierten Nährstoffplanung zu kombinieren.
BARF ist gesund – braucht aber Vitamin-Ausgleich
BARF gilt als besonders natürliche und frische Ernährungsform. Doch „natürlich“ bedeutet nicht automatisch „ausgewogen“.
Bei vielen selbst zusammengestellten Rationen fehlt es an:
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ausreichend Vitaminen
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einer korrekten Mengenverteilung
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einer stabilen Ergänzung bestimmter Mikronährstoffe
Das Ergebnis kann ein schleichender, aber relevanter Vitaminmangel sein.
Warum entstehen Vitaminmängel beim BARF?
Bei der Rohfütterung hängt die Nährstoffzusammensetzung stark vom Halter ab. Typische Ursachen:
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Ungleichgewicht in der Rationsgestaltung
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zu wenig Innereien oder Gemüse
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fehlende Supplementierung
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Verluste durch unsachgemäße Lagerung oder Zubereitung
Besonders empfindlich sind Vitamine, die:
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lichtempfindlich sind
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oxidieren
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in Fleisch allein nicht bedarfsdeckend enthalten sind
Die häufigsten Vitaminmängel beim BARF – und ihre Bedeutung
1. Vitamin D
- Wichtig für: Kalziumstoffwechsel, Knochenstruktur, Immunsystem
- Problem: Hunde können Vitamin D kaum über UV-Strahlung bilden
- Mangelanzeichen: Knochenschwäche, reduzierte Belastbarkeit
- Ausgleich: Lebertran (vorsichtig dosieren), hochwertige Vitamin-D-Präparate
2. Vitamin E
- Wichtig für: Zellschutz, antioxidative Prozesse
- Problem: Bedarf steigt bei fettreicher Fütterung
- Mangelanzeichen: Müdigkeit, Muskelschwäche
- Ausgleich: Weizenkeimöl, Tocopherole, fein gemahlene Nüsse
3. Vitamin A
- Wichtig für: Sehkraft, Hautbarriere, Immunsystem
- Problem: häufig falsch dosiert, da hauptsächlich in Leber enthalten
- Mangelanzeichen: Sehprobleme, Hautirritationen
- Ausgleich: Rinder- oder Hühnerleber, Lebertran
4. B-Vitamine (v. a. B1, B6, B12)
- Wichtig für: Nervenfunktion, Energiegewinnung, Blutbildung
- Problem: hitze- und lichtempfindlich, in reinen Fleischrationen unvollständig
- Mangelanzeichen: Nervosität, Verdauungsstörungen
- Ausgleich: Bierhefe, Eigelb, Innereien, Vitamin-B-Komplex
5. Vitamin C
- Wichtig für: antioxidative Prozesse, Bindegewebe, Immunsystem
- Problem: bei Stress steigt der Bedarf über die körpereigene Synthese hinaus
- Mangelanzeichen: Wundheilungsstörungen, erhöhte Infektanfälligkeit
- Ausgleich: Hagebuttenpulver, Acerola, Sanddorn
Braucht jeder Hund Vitaminzusätze?
Nicht zwingend – aber:
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selbst erstellte Rationen sind oft nicht bedarfsdeckend
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bei Welpen, Senioren, Sporthunden oder tragenden Hündinnen steigt der Bedarf
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manche Vitamine sind über BARF kaum ausreichend zuführbar
Eine gezielte Ergänzung kann daher sinnvoll sein.
Unsere Produktempfehlungen für's Barfen
Ergänzt gezielt Vitamine und Mineralstoffe, die bei selbst zusammengestellten BARF-Rationen häufig zu kurz kommen.
Liefert wertvolle Omega-3-Fettsäuren, die den Stoffwechsel, die Zellgesundheit und entzündungshemmende Prozesse unterstützen.
Fazit: Mit Wissen barfen – gesund und sicher
BARF ist eine hervorragende, artgerechte Fütterungsmethode – vorausgesetzt, die Vitaminversorgung wird professionell geplant. Gerade Vitamin D, E, A und die B-Vitamine sind häufig kritisch. Durch natürliche Quellen oder geeignete Ergänzungen lässt sich eine ausgewogene, bedarfsgerechte Rohfütterung sicherstellen, die den Organismus deines Hundes nachhaltig unterstützt.
ℹ️ Hinweis: Gesetzlich dürfen keine Heilversprechen gemacht werden. Aussagen zu den Produkten beziehen sich daher auf bekannte Eigenschaften der Inhaltsstoffe.


