Rezepturen ohne Weizen, Mais, Gerste und Reis — die Kohlenhydrate kommen aus Kartoffel, Süßkartoffel oder Erbse. Gut verträglich bei getreidesensiblen Hunden.
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Getreidefreie Rezepturen ersetzen Getreidestärke durch Kartoffel, Süßkartoffel, Erbse oder Tapioka. Für Hunde, die auf Gluten oder bestimmte Getreidearten reagieren, ist das die passende Lösung.
Wichtig zu wissen: Die häufigeren Allergieauslöser sind tierische Proteine, nicht Getreide.
Bei nachgewiesener Getreidesensibilität, bei Neigung zu Blähungen und weichem Kot nach getreidehaltigem Futter und bei Hunden, die auf Gluten reagieren. Als pauschale Vorsichtsmaßnahme ohne Symptome bringt es keinen belegten Vorteil.
Süßkartoffel liefert komplexe Kohlenhydrate mit moderatem glykämischen Index und ist gut verträglich. Kartoffel ist neutral und selten allergen. Erbse bringt zusätzlich Protein mit, was den deklarierten Proteinwert anhebt, ohne dass mehr Fleisch enthalten ist — ein Punkt, den man beim Etikettenvergleich kennen sollte.
Für einen Zusammenhang zwischen getreidefreier Fütterung und dilatativer Kardiomyopathie gibt es Hinweise, aber keinen gesicherten Kausalzusammenhang. Diskutiert werden vor allem Rezepturen mit sehr hohem Hülsenfruchtanteil. Wer auf Nummer sicher gehen will, wählt getreidefreie Rezepturen mit hohem Fleischanteil und moderatem Erbsen- oder Linsenanteil und lässt bei prädisponierten Rassen den Taurinstatus prüfen.
Getreidefrei ist keine Qualitätsaussage. Ein getreidefreies Futter mit 20 % Fleisch ist einem getreidehaltigen mit 60 % Fleisch nicht überlegen. Der Fleischanteil bleibt das aussagekräftigere Kriterium.
Pauschal nein. Gesunde Hunde verdauen aufgeschlossenes Getreide gut. Getreidefrei ist die richtige Wahl bei nachgewiesener Unverträglichkeit, nicht als generelles Qualitätsmerkmal.
Ja. Reis ist ein Getreide und damit in getreidefreien Rezepturen nicht enthalten — auch wenn er zu den am besten verträglichen Getreidearten zählt.
Untersuchungen brachten getreidefreie Rezepturen mit hohem Hülsenfruchtanteil mit einer Herzmuskelerkrankung in Verbindung. Ein ursächlicher Beweis fehlt. Bei prädisponierten Rassen lohnt eine tierärztliche Kontrolle des Taurinstatus.