
Rezepturen mit kontrolliertem Phosphor- und Mineralstoffgehalt bei Niereninsuffizienz sowie harnsteinlösende und -vorbeugende Diäten. Auswahl nach tierärztlicher Diagnose.




Nierendiäten senken Phosphor und Protein, um die verbliebene Nierenfunktion zu entlasten. Harnsteindiäten steuern über Mineralstoffgehalt und Harn-pH gezielt die Kristallbildung.
Beide Ansätze sind unterschiedlich — die Kristallart muss vorher bestimmt sein.
Der wichtigste Hebel ist die Phosphorreduktion — sie verlangsamt das Fortschreiten nachweislich. Dazu kommen moderat reduziertes, hochwertiges Protein, Omega-3-Fettsäuren und ein erhöhter Kaliumgehalt. Nassfutter hat den Vorteil der zusätzlichen Flüssigkeitszufuhr.
Struvitsteine entstehen im alkalischen Harn und lassen sich durch Ansäuern häufig auflösen. Calciumoxalatsteine bilden sich im sauren Harn und müssen operativ entfernt werden; die Diät verhindert nur Neubildung. Eine Struvitdiät bei Oxalatsteinen wäre kontraproduktiv — deshalb muss die Steinart bekannt sein.
Verdünnter Harn ist der beste Schutz gegen Kristallbildung. Nassfutter, mehrere Wasserstellen, Trinkbrunnen und ein Schuss Wasser über die Ration erhöhen die Aufnahme spürbar. Bei Nierenpatienten ist freier Wasserzugang zwingend.
Blutwerte und Urinstatus geben die Richtung vor. Bei Harnsteinen wird der Urin-pH regelmäßig kontrolliert, bei Niereninsuffizienz Kreatinin, SDMA und Phosphor.
Weil Struvit- und Oxalatsteine gegensätzliche Bedingungen brauchen. Eine ansäuernde Struvitdiät begünstigt die Bildung von Calciumoxalat — die falsche Diät verschlimmert das Problem.
Nassfutter füttern, Wasser über die Ration geben, mehrere Näpfe im Haus verteilen, Trinkbrunnen anbieten und das Wasser regelmäßig frisch aufsetzen.
Nein. Entscheidend ist das Stadium. In frühen Stadien steht die Phosphorreduktion im Vordergrund; eine zu frühe Proteinreduktion führt zu unnötigem Muskelabbau.