
Welpe, erwachsener Hund oder Senior — der Nährstoffbedarf verschiebt sich mit dem Alter deutlich. Wähle die Lebensphase und finde Rezepturen, die dazu passen.



Im Wachstum entscheidet das Calcium-Phosphor-Verhältnis über die Skelettentwicklung. Im Erwachsenenalter geht es um Erhalt von Muskulatur und Kondition. Im Alter sinken Energiebedarf und Nierenreserve, während die Gelenke mehr Unterstützung brauchen.
Ein Futterwechsel steht damit typischerweise zweimal im Hundeleben an.

Von Welpen- auf Adultfutter wird gewechselt, sobald das Wachstum abgeschlossen ist: kleine Rassen mit etwa 10 bis 12 Monaten, mittelgroße mit 12 bis 15, große und schwere Rassen erst mit 18 bis 24 Monaten. Zu früher Wechsel bremst das Wachstum, zu später fördert Übergewicht.
Hier zählt vor allem die Passung zum Aktivitätslevel. Ein Hund im regelmäßigen Agility- oder Obedience-Training braucht eine andere Energiedichte als derselbe Hund in der Turnierpause. Passe die Menge saisonal an, statt das Futter ständig zu wechseln.
Kleine Rassen gelten ab etwa 10 Jahren als Senior, große schon ab 6 bis 7. Ausschlaggebend ist aber nicht das Datum, sondern das Verhalten: nachlassende Ausdauer, längere Erholungszeiten nach Belastung, steiferer Gang nach dem Aufstehen. Dann lohnt der Wechsel auf eine Rezeptur mit moderatem, aber hochwertigem Protein und Gelenkunterstützung.
Die alte Empfehlung, Senioren pauschal proteinarm zu füttern, gilt als überholt. Gesunde ältere Hunde brauchen eher mehr hochwertiges Protein, um Muskelabbau entgegenzuwirken. Reduziert wird Protein nur bei nachgewiesener Niereninsuffizienz und nach tierärztlicher Anweisung.
Mit Abschluss des Längenwachstums: kleine Rassen etwa 10 bis 12 Monate, mittelgroße 12 bis 15 Monate, große Rassen 18 bis 24 Monate. Orientiere dich an der Endgröße, nicht am Kalender.
Nicht automatisch. Solange Gewicht, Ausdauer und Blutwerte stimmen, kann er beim Adultfutter bleiben. Der Wechsel lohnt, wenn Kondition, Regenerationszeit oder Beweglichkeit nachlassen.
Es funktioniert, ist aber immer ein Kompromiss: Es muss den hohen Bedarf des Welpen decken und ist damit für ruhige Senioren meist zu energiereich. Für Mehrhundehaushalte kann es dennoch praktisch sein.