
Futter für Wachstum und Knochenaufbau: fein strukturiert, hoch verdaulich und mit ausbalanciertem Calcium-Phosphor-Verhältnis für eine kontrollierte Skelettentwicklung.
In den ersten Monaten wird das Skelett angelegt. Entscheidend ist nicht möglichst viel Calcium, sondern das richtige Verhältnis zu Phosphor — bei 1,2:1 bis 1,4:1 arbeitet der Knochenstoffwechsel am stabilsten.
Gefüttert wird auf mehrere kleine Mahlzeiten verteilt: bis zum vierten Monat vier, danach drei, ab dem sechsten Monat zwei.
Große Rassen, die zu schnell wachsen, entwickeln überdurchschnittlich häufig Gelenkprobleme wie HD und OCD. Ein Welpe soll nicht maximal, sondern gleichmäßig wachsen. Halte ihn eher schlank — die Rippen sollten leicht tastbar sein. Überfütterung im ersten Lebensjahr lässt sich später nicht korrigieren.
Ein Alleinfutter für Welpen bringt das Verhältnis bereits mit. Zusätzliche Calciumgaben sind bei kommerziellem Welpenfutter nicht nur überflüssig, sondern schädlich, weil sie die Knorpelreifung stören können.
Junior-Futter für große Rassen ist bewusst energieärmer und calciumkontrolliert. Ein Deutscher Schäferhund oder Labrador sollte nicht dasselbe Futter bekommen wie ein Jack Russell — der Unterschied liegt weniger in der Krokettengröße als in der Wachstumssteuerung.
Bei zu großen Würfen oder Milchmangel der Hündin deckt Welpenmilchpulver die Lücke. Ab der dritten bis vierten Woche kommt eingeweichtes Futter als Brei dazu, ab der siebten bis achten Woche steht der Welpe auf fester Nahrung.
Bis zum vierten Monat vier Mahlzeiten, vom vierten bis sechsten Monat drei, danach zwei. Feste Zeiten helfen zusätzlich bei der Stubenreinheit.
Nein, wenn du ein Alleinfutter für Welpen fütterst. Zusätzliches Calcium kann die Knochenentwicklung stören und das Risiko für Gelenkerkrankungen erhöhen. Nur bei selbst zusammengestellter Ration ist eine Berechnung nötig.
Solange er munter ist, zunimmt und normalen Kot absetzt, ist ein leicht geringerer Verzehr unkritisch. Anhaltende Verweigerung über mehr als einen Tag gehört tierärztlich abgeklärt.
Von Anfang an — rechne die Leckerlis aber in die Tagesration ein und ziehe sie vom Futter ab. Als Faustwert sollten Snacks höchstens 10 % der Tagesenergie ausmachen.